Sonntag, 25. März 2018

Blondfeindliche Propaganda in Computerspielen


Infolge des gewachsenen technischen Standards heutiger Computerspiele bis hin zu fast schon filmechter Grafik sind nun seit einiger Zeit schon auch die Gamer zur Zielscheibe manipulativer Indoktrination geworden. Heutige Adventures, Ego-Shooter, Rollenspiele usw. verbreiten in steigendem Maße dieselbe Art von Vorstellungen bzw. Meme, deren Verbreitung seit Jahrzehnten Hollywood zu seiner Hauptaufgabe gemacht hat.

Natürlich fehlen auch die blondfeindlichen Meme nicht. Sowohl die „dumme“ (bzw. schlampige, übersexualisierte usw.) Blondine als auch der „böse blonde Mann“ und andere ursprünglich von der Propagandafabrik Hollywood geschaffene Meme haben Eingang gefunden in die Welt der PC- und Konsolenspiele. Obgleich keiner von uns Naturblond-Autoren ein echter Zocker ist, gehen diese bedenklichen Entwicklungen auch an uns nicht unbemerkt vorbei.

Ganz übel fällt natürlich das von Jaroslaw erwähnte Wolfenstein-Franchise auf, in welchem nicht nur Deutsche mit Nazis, sondern auch Nazis mit blond gleichgesetzt werden. Doch es ist nicht das einzige Spiel.

In Dead Space jagt der Held auf einem Raumschiff ekelerregende Aliens. Eigentlich kaum ein Szenario antiblonder Propagandisten. Dennoch findet sich in der Rahmenhandlung eine blonde Vorgesetzte, die sich im Laufe des Spiels als Verräterin erweist. Eine „gute“ Blondine gibt es zwar auch, doch wird im Abspann nach dem Durchspielen des Spiels gezeigt, wie diese offensichtlich von Alien-Eiern infiziert ist und sich dann selbst in ein solches monströses Wesen verwandelt.

Dann haben wir die Horror-Reihe Silent Hill, ein Franchise, das zunächst durchaus problond gewesen war durch seine Hauptfigur des James Sunderland. Doch zu blondfreundlich darf eine Spielreihe offenbar nicht sein. So fällt der fünfte Teil Homecoming nicht nur allgemein negativ auf durch abgeschmackte und seelentötende Handlungselemente – so muß der diesmal den schwarzhaarigen Alex Shephard steuernde Spieler an einer Stelle seine gekreuzigte Mutter erschießen, der Vater wird an anderer Stelle gezweiteilt – sondern auch durch krude blondfeindliche Stellen wie die Folterszene mit Margaret Holloway. Da fragt man sich jedesmal: Welche Art sadistischer Psychopathen projiziert hier seine eigenen Folter- und Mordphantasien ausgerechnet auf blonde Frauen? Offenbar haben perverse Sadisten sehr häufig einen Hass auf blonde Frauen, da diese psychologisch gesehen so etwas sind wie der absolute Gegensatz zu diesen üblen Psychopathen sind. Hollywood läßt grüßen. –

Auch Tomb Raider fügt sich – wenig überraschend – nahtlos ein in die Reihe antiblonder Propaganda. In dem Spiel von 2013 sind beide Hauptbösewichter, Dr. Whitman und Mathias, blond. Jener ist der einzige Blonde in einer Forschungsgruppe – natürlich ist er der Verräter und muß von der brünetten Titelfigur abgeschlachtet werden.
Mathias und Dr. Whitman. Im Tomb-Raider-Spiel von 2013 sind beide Schurken blond. Letzterer bedient einen auch in B-Movies aus Hollywood häufigen Topos, den das blonden Wissenschaftlers, der das Forschungsteam verrät.
 Mit solchen Plots – es reicht aus, es hier bei den wenigen Beispielen zu belassen, da sich in fast allen modernen Games die gleiche blondfeindliche Propaganda ebenfalls findet – werden die jungen Zocker gezielt manipuliert. Dabei variieren die Spiele-Entwickler die immergleichen Motive – der blonde Mann, der eine multiethnische Gruppe anführt, aber schließlich verrät; die blonde Frau, die sadistische Züge entwickelt usw. – nicht einmal sonderlich. Es werden einfach 1:1 die aus Hollywood längst zur Genüge bekannten wirklichkeitsfernen antiblonden rassistischen Stereotypen auf Computerspiele übertragen.

Computerspiele sind als Werkzeuge rassistischer Indoktrination fast noch gefährlicher als Filme. Erstens werden sie nämlich vor allem von sehr jungen Menschen gespielt und diese sind entsprechend leicht beeinflussbar mit den Bildern und Memen, die diese Spiele zeigen. Durch ständige Wiederholung wieder immer wieder dieselben Vorstellungen, also etwa blonde Bösewichter, dumme blonde Frauen, das Abschlachten blonder Menschen und dergleichen, tief ins Unterbewußtsein der Heranwachsenden hineingeprägt. Von dort wirken sie lebenslang auf das Empfinden der Menschen und viele, die als Erwachsene eine diffuse Abneigung gegenüber Blonden verspüren ahnen gar nicht, daß diese Aversion lediglich aus ihren medialen Konditionierungen während der Pubertät herrührt.

Zweitens aber wirkt sich das Spielen einer Figur, die gegen blonde Schurken kämpft, natürlich noch stärker aus als das Schauen eines Filmes, bei dem der Zuschauer sich zunächst mit dem dunkelhaarigen Protagonisten in seinem Kampf gegen blonde Feinde identifizieren muß, bevor die Indoktrination voll wirken kann. Beim Spielen fällt dies weg, da die Identifikation sich während des Steuerns der Spielfigur von selbst ergibt.

Ein Vergleich typisch antiblonder Propagandaspiele mit den Produktionen, die nicht blondfeindlich ausgelegt sind ergibt ein Bild, das wir auch von Hollywood schon kennen: Die in dieser Frage neutralen oder gar problonden Games sind von Story, Grafik und Figurenensemble mehr „trashig“ ausgelegt, so daß der Spieler sie nicht ganz ernst nehmen kann. Wenn die Adventure-, Horror- oder Phantasy-Spiele, deren Dialoge ernsthaft sind, deren Figuren realistisch gezeichnet und deren Plot auf das Erzeugen echter Gefühle und Anteilnahme mit den Spielfiguren ausgelegt sind, fast immer mit blondfeindlicher Propaganda vollgespickt sind, so dürfen blonde Figuren in albernen, vulgären oder infantilen Games auch mal „die Guten“ oder zumindest neutrale Personen spielen.

So läuft der Spieler bei Lollipop Chainsaw als blondes, leicht bekleidetes High-School-Girl mit einer Kettensäge durch eine kunterbunte Stadt und jagt dabei alle möglichen Gegner. Derartiger Quatsch wirkt auf lange Sicht aber auch wieder antiblond, da erstens das Kettensägen-Motiv ein typisches Psychopathen-Mem ist, das wir von Hollywood zur Genüge kennen und zweitens die blonde Heldin hier als sexualisierte „Bitch“ ohne ernsthaften Charakter dargestellt wird.

Bei Fortnite gibt es eine Reihe verschiedener spielbarer Figuren von denen gar nicht so wenige blond sind. Welche davon man spielt entscheidet hier eigenartigerweise ein Zufallsgenerator. Doch auch hier wieder nur comicartiges Unsinns-Geballer ohne Sinn und Verstand.

Es ist verblüffend, daß Computerspiele heute mit exakt denselben blondfeindlichen Propaganda-Memen vollgepackt sind wie Hollywood-Produktionen schon seit eh und je. Wie durch eine unsichtbare Hand geführt sind hier alle bewußtseinsbildenden Medien gleichgeschaltet und berieseln den Konsumenten überall mit demselben Rassenhass gegen hellhaarige Menschen. Der Großteil der antiblonden Produktion kommt aus den USA. Daß diese Art subtiler Kriegsführung gegen einen bestimmten Menschentypus nur den allerwenigsten auffällt zeigt nur, wie erfolgreich sie bislang ist. Dieser Propaganda-Feldzug erscheint deshalb so unheimlich, weil sein letztliches Ziel unbekannt ist, ja weil nicht einmal klar ist, ob er überhaupt ein Ziel hat. Sind all die zahlreichen Drehbuchschreiber, Regisseure und Produzenten ebenso wie die Spiele-Entwickler und Story-Schreiber nur zufällig arge Neider und Hasser blonder Menschen oder steckt hier vielleicht mehr dahinter?

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