Dienstag, 20. Februar 2018

Wolfenstein war schon VORHER Social-Justice-Warrior-Propaganda


Am 27. Oktober 2017 kam das neue Wolfenstein raus. Wer dieses Franchise, das aus etlichen Spielen besteht, noch nicht kennt, hier ein grober Überblick über den Handlungsablauf:

Die Nazis haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen und sind dabei, die Vereinigten Staaten zu erobern. Ein dunkelblonder Pole jüdischen Glaubens als der Hauptprotagonist rettet die Welt vor den üblen sadistischen Nazischergen, die ab dem dritten Teil, abgesehen von dem Endgegner Hitler natürlich und ein paar scifi-artigen Robotern und Stormtroopern, hauptsächlich durch blonde Personen dargestellt werden.

Jeder kennt dieses lächerliche Narrativ, das sich durch die Person Hitlers, Schwarzafrikanern in der Wehrmacht und der gesamten fast ausschließlich dunkelhaarigen Führungselite von selbst widerlegt, dass die Nazis dran waren alle Dunkelhaarigen und Nichtweißen auszurotten.

Blazkowicz "killt" einen dreckigen 
blonden deutschen Nazi

So wurden nun kritische Stimmen laut, dass das neue Wolfenstein (Wolfenstein II) verseucht sei von neolinker „Social-Justice-Warrior-Propaganda“, wobei der Protagonist Blazkowicz von einem brünetten weißen sadistischen Tierquäler-Ami, KuKluxKlan-Rassisten und Frauenschläger erzogen wurde und man sonst eine Menge tougher Frauen sieht, die ihrem männlichen Part in Sachen Mut, Entschlossenheit und körperliche Fähigkeiten in nichts nachstehen. Eine schwangere Frau ballert sogar mit einem Gewehr Nazi-Roboter ab. Dieses Kritikervideo erklärt das sehr gut, also wer des Englischen mächtig ist:



Was kann man den Kritikern an dem neuesten Teil von Wolfenstein antworten? Ich weiß nicht, worüber ihr euch aufregt. Dass dieses Franchise Wolfenstein Topoi bedient, die das Narrativ des „bösen weißen blonden Mannes als Nazischergen“ pflegen, ist nichts Neues. Oder wird das Ganze erst jetzt schlimm, wenn die brünetten Amerikaner auch in das Boot der rassistischen Bösen reingezogen werden? Danke! Wirklich Danke für eure Unterstützung!

Kommentar unter dem Kritikervideo
 
Hier regen sich Leute drüber auf, dass der KuKluxKlan im Spiel mit den Nazis sympathisiert. Es mag ja durchaus sein, dass US-amerikanische KKK-Leute gegen Hitler gekämpft haben, aber was tut das hier zur Sache? Dass ihr weißen Brünetten jetzt auch die Bösen seid wie wir Blonden das seit Jahrzehnten sind? Danke! Vielen lieben Dank, dass ihr es jetzt erst rafft! Ihr brünetten Weißen seid die nächste Minderheit, die es zu schlachten gilt, nachdem wir „privileged“ Blonden und Rothaarigen endlich vom Erdball getilgt wurden.


Der brünette KKK-Nazikollaborateur und Vater 
William zwingt seinen Sohn, den jungen B. J. 
Blazkowicz (links) den Hund der Familie mit 
einem Gewehr zu töten. Mal sind die 
brünetten Amis die Bösen. Danke geht raus 
an die Schweden. Hab mich köstlich 
amüsiert.
    
   
Blonde NazischergInnen. Links die 
sadistische Irene Engel. Nichts Neues 
„im Westen“.
 
Ja ganz Recht. Die Realität sieht anders aus. Tatsächlich sind die Nationen, in denen blonde Menschen sowas wie Mehrheiten sind/waren, also allen voran die skandinavischen Länder, die tolerantesten und am weitest entwickelten Nationen überhaupt. Soweit, dass sie es sogar schaffen, sich selbst in einem Spiel immer noch als die Bösen und Schlechten und Sadisten darzustellen. Ist mir bis heute ein Rätsel, wieso wir im Boot der „privileged Majority“ sitzen, wenn wir zwei Prozent der Weltbevölkerung stellen.

Das neue Wolfenstein ist ein schwedisches Spiel, und zur Abwechslung antiamerikanisch. Mehr „Anti“-Rassismus geht eigentlich auch nicht, das ist Antirassismus bis zur Selbstaufgabe, es ist pathologischer Antirassismus.


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