Montag, 24. Februar 2014

Heino fordert Entschuldigung vom ZDF

Heino. Der Kultschlagersänger der 70er Jahre, der vor einiger Zeit sogar mit modernen Stücken die Bühne im wahrsten Sinne des Wortes gerockt hat, hat es tatsächlich gewagt, sich zu wehren und fordert von dem Mainzer Sender ZDF eine Entschuldigung.
 



Mit "Albino in Afrika - Heino in Namibia" wurde am 23.01.2014 eine Sendung an einem Donnerstagabend angekündigt und ausgestrahlt, in der Heino mit einem Kamerateam unterwegs in Namibia war, um dort zwei Konzerte zu geben. Heino hat einfach nur sehr helle Haare, leidet an einer seltenen Erkrankung namens Morbus Basedow, aber nicht am Albinismus. Der Begriff "Albino" ist ein Pejorativum für Menschen mit einem genetischen Defekt, der einhergeht mit starker Aufhellung der Haut, Haare und Augenfarbe und ist vom abwertenden Charakter mit dem Begriff "Mongo" - Menschen, die am Down-Syndrom erkrankt sind - gleichzusetzen. Auf die diskriminierenden Anfeindungen gegen Menschen, die am Albinismus leiden, werden wir noch gesondert eingehen.

Um den Mitarbeitern des Zweiten Deutschen Fernsehens zu zeigen, wie unangemessen die Ankündigung dieser Sendung war, entgegnete Heino scherzhaft mit: "Ich weiß nicht, wie das ZDF auf so einen Blödsinn kommt. Ich kann mich da schwarz drüber ärgern! Ich habe dem ZDF 40 Jahre zur Verfügung gestanden, auch jetzt wieder. Aber diese Bezeichnung kränkt und beleidigt mich zutiefst. Ich erwarte eine Entschuldigung vom ZDF."

Wir freuen uns für Heino und sehen es als Erfolg, dass sich das ZDF entschuldigt hat.

Montag, 6. Januar 2014

Antiblonder Rassismus – eine Definition



Um ein treffendes Beispiel zu bemühen: Wie - glauben Sie, lieber Leser - empfindet ein Mensch mit schwarzer Hautfarbe, wenn er sieht, wie sich Menschen mit hellerer Hautfarbe zur Belustigung eine dunkle Creme ins Gesicht schmieren, um den dunkelhäutigen Menschen zu persiflieren? Dann in etwa können sie sich vorstellen, wie sich das Blondieren und das “selbstironische“ Sich-Dämlich-Stellen für uns Naturblonde anfühlt. Das erste Beispiel ist glücklicherweise nicht (mehr) so häufig in den Medien zu finden, das zweite hingegen ist Alltag. Beide Fälle haben eines gemeinsam: Sie sind Rassismus in Reinkultur.
 
Was aber ist Rassismus? Als Rassismus versteht man zunächst die Einteilung von Menschen mit verschiedenen genetischen Merkmalen in verschiedene Rassen. Die dabei konstruierten Gruppen sind subjektiver Natur und nicht deckungsgleich mit dem, was wir in der Natur vorfinden. Alle Menschen unterscheiden sich genetisch voneinander, obgleich genetische Ähnlichkeiten und Häufigkeiten sowie geographische Nähe zur Annahme von Rassen verleiten können. Aus dem subjektiven und sozialen Konstrukt Rasse folgt meist die Vorverurteilung aller Menschen mit einem oder mehreren genetischen Merkmalen. Rassismus kann also zur Herabsetzung von Menschen mit speziellen genetischen Merkmalen auf der einen Seite und damit zur Aufwertung von Menschen mit genetischen Merkmalen auf der anderen Seite führen.

Wir sind froh, dass man sich in Deutschland über Rassismus moralisch entrüstet, und dies durch Menschenrechte gedeckt wird. Das Abwerten von Menschen aufgrund ihrer blonden Haare oder aber auch blondierten Haare hingegen scheint sich immer mehr zu einem Lifestyle zu entwickeln und erregt offenbar kein Gemüt, obwohl es sich dabei um Rassismus handelt - um antiblonden Rassismus, genauer gesagt.

Wir wollen Bewusstsein für diese Problematik schaffen, da viele blonde Menschen oftmals dazu neigen, Vorurteile und Diffamierungen einfach hinzunehmen, aus Understatement und Selbst-Ironie sogar noch zu fördern, was letztendlich auf die Gesamtheit aller Blonden wieder negativ zurückfällt. Als besonders gefährlich haben sich dabei gefärbte Blondinen erwiesen, die die Selbst-Ironie sogar zu einem Kriterium erhoben haben, und das, weil es ihnen als Quasi-Nichtblonde entweder egal ist oder aus böser Absicht.

Sonntag, 29. Dezember 2013

"Blondinenfreie Zone"

Wer durch die schöne Stadt Dresden spaziert, kann sich an einer ganz neuen Form von Wandschmierereien "erfreuen". Ein "Spaßvogel" hat, überall in der Stadt verteilt, in riesengroßen Lettern seine Gedanken über eine bestimmte Menschengruppe an die Wand gesprüht. Und zwar über blonde Frauen. "Blondinenfreie Zone" steht da an Hauswänden, Brückenpfeilern und Zäunen. Was will uns die Person damit sagen? Dass er oder sie die Gegend von Blondinen "gereinigt" hat oder vorhat dies noch zu tun? Interessant daran ist ja vor allem, dass die Abneigung gegen blonde Frauen mittlerweile schon so weit geht, dass man Sprüche gegen sie an Wände sprüht. Bis jetzt kannte ich solche Spray-Aktionen vor allem gegen Ausländer. Jetzt hat man offensichtlich Blondinen als neue Hassgruppe entdeckt. Noch bemerkenswerter ist, dass es niemanden interessiert. Diese Sprüche stehen schon seit Längerem dort und niemand entfernt sie oder entrüstet sich darüber. Es gilt eben mittlerweile als normal, sich feindselig über Blondinen zu äußern. Schlimmer noch - es gilt als lustig. Was soll man noch sagen? Ich denke die Bilder sprechen für sich. Danke dafür an unsere Spürnase Katharina M. aus Dresden.




Donnerstag, 12. Dezember 2013

Antiblonder Neid im Dienst der „Wissenschaft“ (Teil1)

Opfer einer "wissenschaftlichen" Diffamierungskampagne?

Wer einmal in einem Online-Magazin Artikel durchgestöbert hat, der findet die eine oder andere kuriose Studie von zweifelhaftem Wert, die bei genauerer Betrachtung nicht Wissenschaft, sondern die Herabwertung blonder Frauen zum Ziel hat. Auf der einen Seite werden Meinungsumfragen durchgeführt, gerne auch mal in Ländern, in denen man blonde Menschen vielleicht nur von Mythen her kennt (kleiner Denkansatz!), auf der anderen Seite wird die eine oder andere wissenschaftliche Erkenntnis schlecht recherchiert, und wertet damit „scheelsüchtig“ blonde Frauen herab. Dann wiederum werden blondierte Schönheiten mit den naturblonden verwechselt, was – untertrieben ausgedrückt - durchaus auch zu verfälschten Ergebnissen führen kann! Solche „Schmähschriften“ möchte ich doch einmal genauer auseinandernehmen. Dabei habe ich mir ein schönes Exemplar aus dem Online-Magazin femininleben herausgesucht, das ich anhand seines Gehalts kommentieren möchte.

Eines aber vorweg: Ich halte sogenannte Studien, die erforschen, was etwas gilt, nicht für Studien, sondern für Propaganda. Menschen und ihre Geschmäcker verändern sich, zumal auch immer neue Menschen geboren werden, andere wiederum sterben müssen. Wissenschaft bedeutet doch das zu erforschen, was ist. Da wird man mit Meinungsumfragen zu subjektiven Themen auch nur – subjektive Ergebnisse erhalten, die natürlich nichts mit Objektivität zu tun haben. Interessant sind solche Studien und ihre Veröffentlichungen aber alle Male, sagen sie doch weniger über das Studien-„Objekt“ aus, als viel mehr über den, der sie macht bzw. veröffentlicht:
Das blonde Schönheitsideal ist weder vom noch aus den Köpfen zu kriegen. Und das, obwohl es echte Blondinen kaum und wohl bald gar nicht mehr geben wird. Denn blonde Frauen gelten als attraktiver, erfolgreicher und auch fröhlicher. Aber aufgepasst Blond Girls, wir kennen jetzt euer Geheimnis!
Da haben wir es schon: „Blondes Schönheitsideal“. Ein sehr kritischer Begriff. Was auch immer er bezeichnen mag, er drückt hier nur aus, dass die Verfasserin, die wie wir aus den letzten Satz entnehmen können nicht blond ist, ein solches Ideal anerkennt. Ein Beweis, dass sie die Matrix anerkennt, die ihr letztendlich in Form von Neid zum Verhängnis werden soll, wie wir sehen werden.
Dass blonde Frauen auch als fröhlicher gelten (sollen), kann man als neidvollen nicht wohl überlegten Ansatz betrachten, der niemals verifizierbar sein wird, auch nicht durch die Serotonin-Forschung. Über Umwege kommt hier also das antiblonde Ressentiment zum Ausdruck: Ungerechtigkeit ist das Motiv, das in Frage stellt und bezweifelt, dass Blondinen einen ausgeglichenen Gefühlshaushalt haben. Zwar können Menschen, korrelierend mit gewissen Erbanlagen, tatsächlich als glücklicher erscheinen, doch sagt das etwas darüber aus, dass es diese Menschen leichter haben? Vielleicht haben solche Menschen auch viel öfters Depressionen. Unerträglicher Neid ist es also, der durch Studien die Unterlegenheit des innerlich doch anerkannten Schönheitsideals belegen soll. Ein Neid, der durch subjektive Meinungsumfragen („wer ist die Schönste im ganzen Land?“) und „Entzauberung eines Mythos“ beschwichtigt werden muss, vielleicht auch sogar durch „symbolische Tötung“, wie man im nächsten Absatz vermuten könnte:

Lediglich zwei Prozent der Bevölkerung hat von Mutter Natur die Gene für gold-blondes Engelshaar geschenkt bekommen. Da sich die Gene für blondes Haar jedoch immer nur rezessiv vererben (braune Haare schlagen blonde Haare) und sich immer mehr dunkel- mit hellhaarigen Menschen verbinden, gehen Forscher davon aus, dass echte Blondinen mittelfristig aussterben werden.

Die Autorin und die Forscher irren sich mit der These des Aussterbens, da es keinen Selektionsdruck gegen blondes Haar gibt und zwei dunkelhaarige Menschen bei entsprechender genetischer Veranlagung auch blonden Nachwuchs bekommen können. Rezessive Gene sind keine verschwundenen Gene, sie zeigen sich nur phänotypisch nicht. Was aber richtig ist, dass naturblonde Menschen weniger werden und Haarfärbemittel nicht unbedingt eine Verbesserung, sondern eher noch Intensivierung dieser Problematik bewirken.

Birth of blonde: Ein genetischer Fehler

Der Grund für die blonde Hauptfarbe ist ein genetischer Defekt namens MC1R. Hinter dieser nüchternen Beschreibung steckt eine Genmutation, die dafür verantwortlich ist, dass sich in der Haut und im Haar keinerlei Pigmente bilden, die üblicherweise für deren Färbung verantwortlich sind. Forscher glauben, dass dieser Gendefekt bereits in der Urzeit aufgetreten sei.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob „genetischer Fehler“ oder „Defekt“ die fachgerechte Bezeichnung für die phänotypische Ausprägung blonden Haares sein kann. In diesem Falle möchte ich niemanden gehässige Absichten unterstellen, aber doch kann dieser Begriff ein schönes Versteck für solcherlei Absichten sein. Indem man nämlich von blonden Haaren als „genetischen Fehler“, sozusagen als eine Behinderung spricht, kann man Menschen bewusst herabsetzen.

Die Behauptung, blondes Haar sei pigmentlos ist entweder eine Lüge oder das Ergebnis schlechter Recherche. Keinerlei Pigmente im Haar sorgen für weißes Haar, nicht für blondes. Von keinerlei Pigmenten zu reden soll hier wohl blondes Haar ziemlich alt aussehen lassen.

Seltenheit verspricht Besonderheit. Das ist nicht nur bei limitierten Designer-Handtaschen der Fall, sondern auch bei menschlichen Begehrlichkeiten.

Die Seltenheit an naturblondem Haar ist meiner Meinung nach nicht mehr nur eine Designer-Handtasche – man hat sich hier im Wert deutlich vergriffen. "Begehrlichkeiten" reduzieren den Stolz oder die Liebe zu einer Haarfarbe zu einer nebensächlichen Erscheinung, eben eine Begehrlichkeit. Das ist aber nur meine Meinung.

Blond im Bett, Brünett für den Altar

Die Überschrift verrät es: "Blonde Frauen sind Schlampen und nichts für die Ehe". Ich möchte den Leser noch einmal daran erinnern, was ich anfänglich über solche Studien gesagt habe. Sie sind nichts als reine Propaganda. Die "Wissenschaftlichkeit“, die ja eine gewisse Autorität zum Ausdruck bringen soll, verstärkt sogar noch diesen propagandistischen Effekt. Vielleicht erkennt man jetzt den Charakter der Gehässigkeit einer solchen Überschrift, der den Neid eines sich eingeredeten "blonden Schönheitsideals" beschwichtigen muss mit dem Hinweis, dass brünette Frauen treuer, intelligenter oder ehrlicher seien.

Blonder Bluff

...

Laut der Studie sind Blondinen im Geschäftsleben aggressiver und durchsetzungsfähiger als ihre brünetten Mitstreiterinnen. Warum? Vielleicht wissen Power-Blondinen ihren Sexappeal richtig zu nutzen. Vielleicht handelt es sich auch nur um Wahl-Blondinen, die ihr brünettes Brain mit einem blonden Heiligenschein tarnen, um letztlich zu bekommen, was sie wollen.

Könnte es nicht sein, dass blonde Frauen einfach nur ihre Arbeit gut machen? Hier zeigt sich das antiblonde Ressentiment als ein Abbild grotesken Leistungswahns und übersteigerten Liebesgenuss’, den man krampfhaft hysterisch auf das „Schönheitsideal“ übertragen muss, scheint es doch das zu sein, was der Neiderin fehlt. Das zeigt sich auch hier:

Blondinen verkörpern puren Sex und engelsgleiche Unschuld mit exakt derselben Überzeugungskraft.

Brünette Frauen - angeblich mit reichem Verstand und Ehrgeiz gesegnet, den Blondinen aber sexuell unterlegen - färben sich ihre Haare blond, um mit der Signalwirkung der Haare in eine berufliche Spitzenposition zu kommen. Blondinen also haben weder Verstand noch Ehrgeiz nötig, sie müssen einfach nur blond sein - so will es der Neid. Das findet man eben ungerecht. Das Gegenteil ist allerdings schon fast eher wahr. Aufgrund solcher Studien, der allgegenwärtigen antiblonden Propaganda in den Medien, haben es blonde Frauen vielleicht sogar schwerer als Dunkelhaarige. Man hat ihrem Spott ein ganzes Witz-Genre geschenkt, was zum Ausdruck bringen könnte, dass ein „blondes Schönheitsideal“ tatsächlich öfters in den Köpfen herumgeistert, als ich bisher gedacht habe.
 
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Sonntag, 8. Dezember 2013

Wie kann man sich gegen Blond-Bashing wehren?

Zuerst braucht man gehörig Rückgrat und darf sich nicht von Leuten beeindrucken lassen, die es stört, daß sich Blonde zur Wehr setzen. Diese Personen wollen es sich nicht nehmen lassen, dass es eine Gruppe von Leuten gibt, auf die man hemmungslos eindreschen und als Sündenböcke für alles Mögliche verwenden darf. Man muss damit rechnen, dass es gehörig Gegenwind gibt wenn man die Diskriminierung von Blonden anspricht. Wir sind eben eine Minderheit, deren Menschen schon seit Jahrzehnten als Witzfigur herhalten müssen und gegen die sich immer wieder ungerechtfertigter Neid richtet. Wir kennen es ja schon: Blonde würden angeblich leichter Jobs bekommen, blonde Frauen wären bei den Männern bevorzugt usw. Wir wären angeblich so priviligiert und hätten es im Leben leichter und das hätten wir ja alles gar nicht verdient. Inwiefern man es aber bei Vorstellungsgesprächen leichter hat, wenn das Vorurteil in den Köpfen der Leute steckt, man wäre dümmer, ist mir ein Rätsel. Genauso wie es mir ein Rätsel ist, warum es blonde Frauen bei der Partnersuche leichter haben sollten, wenn in den Köpfen der Männer steckt, sie wären dumme Schlampen. Wie dem auch sei. Diese neidischen Personen sind es meistens, die richtig aggressiv und entrüstet reagieren, wenn man sich gegen ihre neidvollen Vorwürfe und dem daraus folgenden Mobbing zur Wehr setzt. Da sollte man keinen Millimeter nachgeben und diese unverschämten Personen in die Schranken weisen, die allen Ernstes uns Blonden die Schuld geben wollen, wenn es bei ihnen bei der Job- oder Partnersuche nicht klappt. Immer wieder erlebt. Dunkelhaarige Frauen, die herumjammern, sie fänden keinen Partner weil die Männer nur Blondinen wollen würden. Das wird es sein. Wenn sie keinen Mann finden, liegt es natürlich nicht an ihnen, sondern blonde Frauen sind schuld. So einfach kann das Leben sein. Würden sie sich eingestehen, dass es an ihnen selbst liegt, müssten sie an sich arbeiten. Viel zu anstrengend. Da bietet es sich an, blonde Frauen als Sündenböcke heranzuziehen. Genauso bei der Jobvergabe. Bekommt „die Blonde“ den Job dann angeblich nur wegen ihrem Aussehen, weil der Chef sicher irgendwie „geil“ auf Blondinen ist. Dass die blonde Frau den Job bekommen hat, weil sie intelligenter, qualifizierter, kompetenter ist, kommt in dem Weltbild dieser Personen nicht vor. Was? „Eine Blondine ist intelligenter und besser für den Job qualifiziert als ich? Das gibt es nicht! Da muss etwas faul sein!“ Menschen mit so einem Weltbild sind ermüdend und es ist oft verschwendete Zeit sich überhaupt mit ihnen abzugeben. Sie sind logischen Argumenten einfach nicht zugänglich und brauchen uns Blonde als Sündenböcke, um keine Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen zu müssen.

Besser geht es mit Menschen, die einfach die Klischees aus den Medien nachplappern und denen oft gar nicht bewusst ist, was für einen diskriminierenden Schwachsinn sie von sich geben. Mit diesen Leuten kann man durchaus reden und sie sehen es auch meistens ein, dass die Vorurteile Schwachsinn sind. Diese Menschen sind einfach wahnsinnig stark von der jahrzehntelangen Berieselung durch die Medien beeinflusst. Man kann sie aber aus ihrem zombiehaften Zustand herausholen. Wird man von Angesicht zu Angesicht mit dem Vorurteil konfrontiert, kann man sich natürlich leichter wehren als wenn man irgendetwas im Fernsehen sieht oder in der Zeitung liest. Journalisten zu belangen ist schwierig. Schreibt man sie als Einzelperson an, wird man entweder ignoriert oder man bekommt zu hören, „dass es nicht so gemeint war“. Man sollte Zeitungen und Fernsehsender etc. aber trotzdem anschreiben. Tut man es nicht, handeln diese Personen im guten Gewissen. Wirkungsvoller ist es natürlich, wenn mehrere Personen sich beschweren. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Blonde uns zusammenschließen. Dunkelhaarige, die sich für uns einsetzen wollen, sind aber auch herzlich willkommen. Man muss auf die Medienbranche endlich Druck ausüben. Von allein werden sie mit der Diskriminierung nicht aufhören. Passives Herumjammern über die Vorurteile hilft auch nicht weiter. Viele blonde Frauen beschweren sich über die Klischees, tun aber nichts konkret dagegen. Ihr müsst den Mund aufmachen und nicht betreten dreinschauen und die Kränkung herunterschlucken, wenn jemand über blonde Frauen spottet! Seht ihr etwas Diskriminierendes im Fernsehen schreibt den Sender an und mobilisiert auch eure Freunde und andere blonde Frauen, die ihr kennt. Dasselbe bei diskriminierenden Zeitungsartikeln. Seid endlich aktiv! Schreibt uns an. Tauscht euch mit uns aus. Wir müssen zusammenhalten! Nur als Gruppe können wir Druck ausüben. Vor allem dürfen wir nicht mehr so gutmütig sein, wie wir bis jetzt waren, sondern müssen das Urrecht jedes Lebewesens in Anspruch nehmen - nämlich Selbstverteidigung!

Samstag, 30. November 2013

Doku-Analyse – Rotes Tuch Familie Geiss



Wer kennt sie nicht – die schrille TV-Familie um das blonde Millionärs-Paar Carmen und Robert Geiss. In der Trash-Pseudo-Doku „Die Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie“ geben die Geissens Einblicke in ihr verschwenderisches Leben und sind wenig fein, wenn es um Bescheidenheit geht.
Carmen Geiss trägt das Blondinen-Klischee wie einen Bauchladen vor sich her und reißt gerne mal den einen oder anderen selbstironischen Spruch bezüglich ihrer Haarfarbe. Robert Geiss mit seinen Man-kann-es-sich-leisten-Sprüchen stichelt da gerne noch mit rein und präsentiert sonst den großen Lebemann. Übrig bleibt ein Bild von einer dekadenten und reichen Familie, die dumpf im Überfluss, sorgenfrei in ihrer heilen Welt lebt und der hart arbeitenden Masse von TV-Zuschauern suggeriert: „Wir hatten Glück und sind reich ohne jemals groß etwas dafür geleistet zu haben.“
Das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit. Die Geissens haben sehr wohl für ihren Reichtum gearbeitet. Die Art und Weise, wie das Glück der Familie jedoch präsentiert wird, provoziert den Neid der einfachen Bevölkerung. Umfragen können das bestätigen. Die Geissens als Galionsfigur der TV-Trash-Kultur avancieren zu den unbeliebtesten Promis der Deutschen, dicht gefolgt von anderen blonden Opfern eines ähnlich hirnlosen TV-Trashs wie Oliver Pocher oder Daniela Katzenberger.

Bildquelle: http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/die-geissens-31193754-mbqf-29385786/1,w%3D583,c%3D0.bild.jpg

Sonntag, 24. November 2013

Filmanalyse – Der Rasenmähermann

Vom Dorftrottel zum hochintelligenten Killer

Jeff Fahey spielte in den frühen 90er Jahren in dem äußerst skurrilen Film „The Lawnmower Man“ den einfältigen Jobe Smith, der dem Wissenschaftler Dr. Lawrence Angelo (Pierce Brosnan) als Versuchskaninchen für ein Projekt zur kognitiven Leistungssteigerung dienen soll. Im Verlaufe des Films verwandelt sich der Gärtnergehilfe Jobe in eine intelligente Person, stirbt allerdings fast am Experiment, was Dr. Angelo dazu veranlasst, das Projekt still zu legen. Jobe setzt das Experiment jedoch auf eigene Faust fort, entwickelt telekinetische sowie telepathische Fähigkeiten und wird zum psychopathischen Killer. Letztendlich stirbt Jobe in dem Versuchslabor beim Versuch auch Dr. Angelo zu töten.
 
Bisher dachte man, das Vorurteil „dumme Blondine“ sei ein Klischee, mit dem Hollywood ausschließlich Frauen auszeichnen würde, doch in diesem Machwerk ist der blonde Mann nicht wie - in Hollywood üblich - „der Böse“, sondern „der Dumme“. Glücklicherweise aber floppte der Film. Nimmt man ihm den skurrilen Science-Fiction-Nonsens, bleibt als Skelett nichts Weiteres übrig als Anti-Blond-Propaganda.